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Home>Lernen mit neuen Medien>E-Learning: Bewertung durch die IG Metall

Michael Ehrke, IG Metall Vorstand, Abteilung Berufsbildung

E-Learning in der Berufsausbildung

Ein Beitrag aus gewerkschaftlicher Sicht zur aktuellen Diskussion über das berufliche Lernen und über die betriebliche Lernorganisation der Zukunft

Frankfurt am Main, Februar 2002

Der Einsatz von audiovisuellen Medien und seit etwa fünfzehn Jahren auch von computergestützten Lernprogrammen ist in der Berufsausbildung durchaus bekannt. Neue Medien gewinnen jedoch durch das Internet und seine wachsende Leistungsfähigkeit im Hinblick auf Multimedia, Echtzeit-Übertragung und Benutzerfreundlichkeit eine völlig neue Dimension. Auch in der dualen Berufsausbildung werden sich unter diesem Einfluss in den kommenden Jahren Infrastruktur, Lernorganisation und Lerngewohnheiten nachhaltig verändern. Es geht im folgenden darum, den aktuellen Sachstand dieser Entwicklung aufzuzeigen und innovative Ansätze für Internet-Lernen zu referieren, um Information und Orientierungshilfe zu geben für die laufende Diskussion in den Ausbildungsbetrieben, bei den Bildungsträgern, in den Berufsschulen und in gewerkschaftlichen Berufsbildungskreisen.

In der betrieblichen Berufsausbildung werden die Möglichkeiten, die für das Lernen im Netz stecken, allmählich erkannt und ansatzweise schon genutzt. Im Zentrum steht hierbei die Diskussion über Telelernen. Künftig werden verstärkt Lern- und Qualifizierungsangebote von Azubis (oder ganz allgemein : Lernerinnen und Lernern) direkt aus dem Internet abgerufen werden – entweder weil sie es so wollen oder weil es von ihren Ausbilderinnen und Ausbildern so eingeplant wird. Sie werden darüber hinaus das Internet als Wissensspeicher entwickeln und ihr eigenes Wissensmanagement betreiben, sie werden chatten und mailen und auf diese Weise sich in ihrer Ausbildung und für ihre Ausbildung ganz neue Kommunikationsstrukturen aufbauen.  Wohin sich das entwickelt, kann man derzeit gut in den IT-Berufen beobachten. Die Internet-Adressen häufen sich (am bekanntesten : www. fachinformatiker.de), in denen Azubis ihre Kritik an den ZPA-Prüfungen in die ganze Welt hinaus posaunen und die Kammerfunktionäre vor völlig neue Herausforderungen stellen. Auch die Gewerkschaften sind von dieser neuen „Lehrlingsbewegung“ eher überrascht worden.    Das Internet wird zu einem neuen Lernort, ob wir wollen oder nicht.

Neue Medien zwischen Rationalisierung und neuer Lernqualität

In fachlicher Hinsicht könnte ein Großteil der Ausbildungsinhalte künftig über Telekommunikation vermittelt werden nach dem Prinzip „Instruction on Demand“ (Unterweisung auf Abruf / nach Bedarf). Hochschulen machen von dieser Möglichkeit bereits verstärkt Gebrauch („Vorlesungen über Netz“), aber auch in der Berufsausbildung wird sich dieser Trend durchsetzen – fragt sich nur in welcher Form: als neues „Sparprogramm“ z.B. nach dem Motto „Kauf Dir einen PC und bild’ Dich selber aus!“ - als Ersatz für soziale Lernbegleitung durch Ausbilderinnen und Ausbilder oder als rein kommerzielle Strategie in der Art: „Wer die Prüfung bestehen will, muss sich wöchentlich beim Telelernzentrum des DIHK für 20.- DM die Stunde einlocken.“

Ein Beispiel für die praktische Umsetzung in dieser Spannung von Rationalisierung und Qualitätsverbesserung bietet die Deutsche Telekom AG, die für ihre interne Berufsausbildung die Lernplattform „TELTEC“ entwickelt hat.  Diese Lernplattform auf Basis der BSCW-Software bietet eine „virtuelle Lernwerkstatt“ zur Unterstützung verteilter Auftrags- und Projektausbildung. Die Ausbildung erhält dadurch größere Selbstlernphasen, wobei die Informationsbeschaffung über die Lernplattform sowie über das Inter- und Intranet ein wichtiger Bestandteil ist. Bei der Telekom wurde dieses Telelernsystem eingeführt im Zusammenhang mit einer Reorganisation der Ausbildung, die sich als „verteilte Ausbildung“ wesentlich stärker in den Einsatzbetrieben abspielt, während die Ausbildungsphasen in den Lehrwerkstätten eingeschränkt wurden. Das beinhaltet einerseits eine personelle Einsparung (weniger Ausbilder) andererseits aber auch eine „Entschulung“ der Ausbildung, die von Auszubildenden durchaus begrüßt wird. Hauptamtliche Ausbilder übernehmen zum Teil neue Funktionen, sie beraten stärker die Ausbildungsbereiche und coachen vor Ort.  An diesem System TELDEC nehmen allerdings erst 500 Auszubildende (von 8.000 der Telekom) teil.

Es geht um Qualitätsmaßstäbe bei der Etablierung neuer Medien, um eine oberflächliche, rein kommerzielle Durchsetzung von E-Learning zu verhindern. Ein Beispiel: Wenn die IHK’en ebenso wie die Handwerkskammern sich Lernplattformen zulegen, um ihre Kurse, die bisher im Bildungszentrum stattfanden, nunmehr über das Netz zu verkaufen (und zwar möglichst zu demselben Preis!), dann hat sich eigentlich nur eines verändert: die Teilnehmer lernen von zu Hause aus – mit anderen Worten, die berufliche Weiterbildung wird noch stärker privatisiert als das bisher schon der Fall war. Das entspricht nicht unseren Vorstellungen. Wir wollen eine Offensive der betrieblichen Weiterbildung, weil das am ehesten zu erhöhten Teilnehmerzahlen führt, am ehesten mehr Chancengleichheit bringt und auch am ehesten Beschäftigungsfähigkeit und Praxisbezug sichert. Nachdem bereits heute der größte Teil der beruflichen Weiterbildung von den Arbeitnehmern in der Freizeit erbracht wird, können wir einer Ausweitung dieses Privatanteils durch E-Learning nichts Positives abgewinnen. Andererseits wird E-Learning unzweifelhaft dazu führen, dass die Grenze zwischen Bildungszeit und Freizeit stärker verschwimmt; denn warum sollte man nicht für ein Thema, das man im Betrieb bearbeitet hat, am Abend mal schnell zu Hause im Internet recherchieren. Die Technologien werden künftig ja überall verfügbar sein. Das ist aber sicher noch nicht das Streitthema. Schwierig wird es aber, wenn Weiterbildung primär in der Privatsphäre angesiedelt ist.

Fachleute der IG Metall beteiligen sich derzeit an mehreren Projekten zur Entwicklung von Telelernen in der betrieblichen Berufsausbildung, um Chancen und Risiken genauer kennen zu lernen. Seit 1999 kooperieren wir mit dem Modellversuch „Lernen im virtuellen Ausbildungsverbund“ (LiviA) der PPS GmbH, dem Bildungszentrum der Salzgitter AG. In diesem Projekt ist ein regionales Ausbildungsnetzwerk entstanden, wobei das Internet als gemeinsames Lernstudio und als Kooperationsmedium genutzt wird. „Lernstudio“ steht hier für die Bereitstellung von WBT’s und anderen Lernsequenzen, von Leittexten und Fachinhalten für Auszubildende und Ausbilder im Netz, die diese in ihrer jeweils betrieblichen Lernorganisation nach Belieben einsetzen können. Darüber hinaus gibt es gemeinsame Arbeitstreffen und Workshops, bei denen die Zusammenarbeit besprochen und bewertet, Aufgaben entwickelt und verteilt, Kontakte gepflegt und vertieft werden (www.mv-livia.de).

In diesem „virtuellen Ausbildungsverbund“ arbeiten bereits fast 100 Betriebe und Ausbildungseinrichtungen überwiegend aus Südostniedersachsen mit. Ziel dieses Modells ist es, die Idee des Ausbildungsverbundes attraktiver und praktikabler zu machen u.a. dadurch, dass der Support für den einzelnen Betrieb qualitativ verbessert und zugleich organisatorisch vereinfacht wird. Ausbildungsverbünde und –netzwerke sind nicht nur ein Notnagel in Zeiten fehlender Ausbildungsplätze; sie haben sich zu einem unersetzlichen Instrument zur Sicherung von Ausbildungsqualität im Betrieb entwickelt und müssen daher nach gewerkschaftlicher Auffassung mit neuen Ideen promotet werden.

2001 haben wir mit einem Projekt zur Entwicklung von Telelernen in den 28.000 Ausbildungsbetrieben des Kraftfahrzeuggewerbes begonnen. Es wird gemeinsam von IG Metall,  dem Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) als den verantwortlichen Tarifparteien und dem Institut für grafische Datenverarbeitung der Fraunhofer-Gesellchaft als wissenschaftlichem Partner durchgeführt. Unterstützung findet dieses Vorhaben von allen Softwareherstellern der Autobranche, die sich in einem Beirat zusammengeschlossen haben.

Hier wird auf der Basis der branchenüblichen Dealer Management Systeme (DMS) und Workflow-Systeme sowie unter Nutzung der vorhandenen KFZ-Datenbanken ein Simulationsmodell für Geschäftsprozesse im Autohaus entwickelt, an dem die Auszubildenden (Automobilkaufleute und KFZ-Mechaniker) in ihrem Ausbildungsbetrieb oder auch in der Berufsschule alle relevanten Fachaufgaben ihres Berufs realitätsnah und praxisgerecht durchspielen und dabei die notwendigen Praxiskompetenzen aber auch Einsichten in Zusammenhänge und Abläufe erlernen können. Dieses System soll mächtig genug werden, um auch für die Weiterbildung von  Servicetechnikern und Meistern einsetzbar zu sein. Ziel dieses Projektes ist es, Aus- und Weiterbildungsinhalte in die KFZ-Betriebe hineinzubringen, für die viele Betriebe selbst kein ausreichendes Know how und auch keine passenden Ausbildungsmöglichkeiten Auch überbetriebliche Lehrgänge und Berufsschulen können mangels intelligenter Lernsysteme bisher keine moderne Berufspraxis für das Autohaus anbieten, sondern lediglich theorielastige „Trockenkurse“ praktizieren.

Auch in unserer eigenen Berufsbildungsarbeit greifen wir immer mehr auf das Internet zu. So bietet die Abteilung Berufsbildung der IG Metall ab Sommer 2002 ein eigenes virtuelles Netzwerk für Arbeitnehmerbeauftragte in Prüfungsausschüssen an. Auf diese Weise können Fachinformationen und Erfahrungsaustausch auch ohne Seminare transportiert werden und vielleicht sogar wesentlich mehr Kolleginnen und Kollegen erreichen. Für den Bereich der IT-Aus- und Weiterbildung haben IG Metall und der Bundesverband der Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) ein virtuelles Kompetenzzentrum IT-Bildungsnetzwerke gegründet (www.kib-net.de), das Aus- und Weiterbildungsnetzwerke im IT-Sektor durch gezielte Informationspolitik und fachlichen Support unterstützt.

Homepage des Kompetenzzentrums IT-Bildungsnetzwerke

Aufgabe gewerkschaftlicher Bildungspolitik muss es sein, für die Berufsausbildung rechtzeitig sozialverträgliche und persönlichkeitsfördernde Konzepte des Interneteinsatzes zu fordern und zu fördern, die zur Qualitätsverbesserung der betrieblichen Berufsausbildung beitragen. Ängstlichkeit und unverbindliche Skepsis oder eine Haltung nach dem Motto „Hauptsache, alles bleibt, wie es ist“ helfen dabei nicht weiter. In vielen Betrieben trifft man auf emotionale Abwehrhaltung, die insoweit nicht ganz unbegründet ist, weil die neuen Medien natürlich auch als Rationalisierungspotential in der Ausbildung gesehen werden. Außerdem gilt nach wie vor: Computer machen noch keine Bildungsreform. Dieser Eindruck wurde aber durch die Politik in der letzten Zeit oft erweckt (z.B. „Schulen ans Netz“). Internet und Multimedia versperren aber auch keine Bildungsreform, im Gegenteil sie können helfen, moderne Bildungs- und Erziehungsziele umzusetzen. 70 Prozent von Unterricht, Lehrgängen oder hochschulischen Lehrveranstaltungen in Deutschland sind schätzungsweise immer noch klassischer, lehrerzentrierter Frontalunterricht. Würde durch E-Learning dieser Anteil nur auf 50 % sinken, könnte das schon ein riesiger Schritt in Richtung auf „mündiges Lernen“ von „mündigen Lernern“ sein. Das ewige Reproduzieren von trägem Wissen kann jedenfalls kein Bildungsideal für das 21. Jahrhundert sein. Das verlangt aber von den Gewerkschaften, sich bei der qualitativen Gestaltung von E-Learning massiv einzuschalten, die Chancen für Qualitätsverbesserung und autonomes Lernen konkret herauszuarbeiten und dafür zu streiten.

Eingang in das Haus des Lernens

Ein gutes Beispiel für eine solche Strategie, das Internet auch als „alternative Lernwelt“ zu nutzen, sei hier noch erwähnt. Im Rahmen des Aktionsschwerpunktes der DGB-Jugend „Workshop Zukunft“ wurde im Netz ein „Haus des Lernens“ eröffnet, das sich „alternative Schule“ versteht und ein Ort der freien Begegnung von Schülern/innen und Lehrern/innen  sein will (www.workshop-zukunft.de/hausdeslernens). Hier können Projekte entwickelt, Diskussionen geführt und Kontakte hergestellt werden, die weit über den normalen Schulalltag hinausgehen. Die Adressaten sind in diesem Fall die allgemeinbildenden Schulen. Die IGM-Jugend bereitet ein ähnliches Projekt für Auszubildende vor, denen im Netz ein voll funktionsfähiges alternatives Ausbildungszentrum angeboten werden soll.

E-Learning und berufliche Handlungsfähigkeit

Eine zentrale Frage in der gegenwärtigen Diskussion über E-Learning dreht sich um die Unterstützung und Weiterentwicklung von beruflicher Handlungskompetenz, selbstgesteuertem Lernen und sozialen Schlüsselqualifikationen wie Team- und Kooperationsfähigkeit. Sehr viel Skepsis gegenüber dem Einsatz euer Medien in der Bildung resultiert aus den Erfahrungen mit der Lerntechnologie der 70er Jahre, mit den Sprachlaboren, mit den programmierten Prüfungen der Kammern, bei denen die Lerner mehr oder weniger zu „Knöpfchendrückern“ degradiert wurden. Aber führen neue Medien notwendig zu Sozialverlust, zu Einzellernen, zum Verlust von Kreativität, zur Einschränkung von Handlungs- und Entscheidungsspielräumen ? Bedeutet Telelernen die Rückkehr zu primitiven Drillprogrammen im Stil der allseits bekämpften programmierten Prüfungen ? 

Zwangsläufig ist dies alles nicht, wie die bisherigen Erfahrungen und die geschilderten Beispiele zeigen. Allerdings ist die Aufgabe, die neuen multimedialen, interaktiven Möglichkeiten, die das Netz orts- und zeitunabhängig bietet, für nichttayloristisches und kreatives berufliches  Lernen auszuschöpfen, noch längst nicht zufriedenstellend gelöst. Qualität kostet auch in diesem Fall Zeit und Geld, das nicht jeder in die Berufsausbildung investieren will. Die Produktion einer Lern-CD, die multimedial und interaktiv anspruchsvoll gestaltet ist, kostet heute mindestens 200.000 DM. Der Christiani-Verlag, der solche CDs zu einigen Themen der Metallausbildung produziert hat, verkauft sie zum Preis von fast 400.- DM. Große Medienproduzenten wie Bertelsmann haben die Berufausbildung bisher außen vor gelassen, weil Aufwand und Ertrag in keinem lukrativen Verhältnis zueinander stehen. Dann lieber das Bertelsmann - Lexikon auf CD-Rom umsetzen, das ist Massenware, die Profit abwirft (und trotzdem auch für fast 100 DM verkauft wird). Die Tatsache, dass derzeit die Berufsausbildung noch nicht als Medienmarkt entdeckt ist und Massenware für Berufsausbildung noch nicht produziert wird, ist eine Chance, die wir nutzen müssen, um auf Basis unserer Bildungsziele und Qualitätsvorstellungen die Start-Up-Produkte und –Systeme mitzugestalten.

Und noch ein Aspekt ist für uns von erheblicher Bedeutung: Im Informationszeitalter hängt die Chance zur Teilhabe an der gesellschaftlichen Entwicklung, an den politischen Strukturen und auch am Bildungssystem in hohem Maße an dem, was man neuerdings Medienkompetenz nennt und auch am Medienzugang. Deshalb müssen wir beides innerhalb der Berufsausbildung massiv vorantreiben. Auch in diesem Punkt müssen wir Gleichwertigkeit fordern, sonst wird die Sackgassenfunktion der Berufsausbildung auf neue und zusätzliche Weise für die Mehrheit der Arbeitnehmerkinder auch im 21. Jahrhundert zementiert. 

Hierfür bedarf es in erster Linie eines didaktischen Designs und defineirter Qualitätsmaßstäbe, die sich einerseits auf allgemeine Erkenntnisse der Mediendidaktik und Lernpsychologie wie andererseits auf die Anforderungen einer qualifizierten betrieblichen Berufsausbildung beziehen müssen.

Berufliches Lernen im dualen System der Berufsausbildung unterscheidet sich im Grundverständnis vom allgemeinen Bildungssystem. Angestrebt wird am Ende der Ausbildung ein in Wertschöpfung umsetzbares “Können”, in der Schulbildung heißt das Ziel meist nur “Abschluss” oder “Zertifikat”. Anders als im weitverbreiteten Verständnis von Bildung zielt Berufsausbildung daher auf selbständige berufliche Handlungsfähigkeit und nicht allein auf Wissen.

Handlungsfähigkeit können die Auszubildenden nur erwerben, wenn sie schon in der Ausbildung nach dem Grundsatz der “vollständigen Handlung” lernen. Zur vollständigen Handlung gehören immer mehrere Arbeitsphasen, nämlich

-          Reflexion der Ziele,

-          Analyse der Ausgangssituation,

-          Planung der Arbeitsschritte,

-          Durchführung der Arbeitsschritte,

-          Kontrolle der Abläufe und Zwischenergebnisse

-          Bewertung der Ergebnisse.

Hinzukommen Rückkoppelungsprozesse, wenn Abweichungen oder Fehler auftreten.

Dies alles gilt in besonderem Maße für die neuen oder neugeordneten Berufe. Als Beispiel sei hier auf die IT-Berufe verwiesen. Handlungsorientierung ist einer der zentralen Eckpunkte für Lernen in den IT-Berufen und wird insbesondere durch folgende Komponenten der IT-Ausbildung unterstützt:

-          Zugrunde liegt ein ganzheitliches Ausbildungskonzept der gleichwertigen Vermittlung von  Fachkompetenz, Methodenkompetenz und Sozialkompetenz.

-          In der Ausbildung wie auch in der Prüfung ist die Projektmethode verankert.

-          Typisch für das Qualifikationsprofil der IT-Berufe ist die Ausrichtung auf   Geschäftsprozesse.

Diese Prinzipien haben seit längerem  in die Neuordnungsdiskussion Eingang gefunden – sie sind keineswegs auf die IT-Berufe beschränkt. Besonders die ersten beiden Aspekte sind in der beruflichen Didaktik hinreichend bekannt und verbreitet, während der Aspekt der Prozessorientierung mit der Einführung der IT-Berufe neu thematisiert wurde. Alle diese Ausbildungsgrundsätze unterstützen das selbständige Handeln in Team- und Arbeitsprozessen. Dieser handlungstheoretische Ansatz, der für Berufsausbildung konstitutiv ist, wird mittlerweile sogar in der Schulddidaktik diskutiert. Er wird gestützt durch die Lehre vom Konstruktivismus, die aus der neueren Philosophie stammt.  Sie besagt: Lehren ist nicht die Vermittlung und Lernen ist nicht die Aneignung eines extern vorgegebenen "objektiven" Zielzustandes, sondern Lehren ist die Anregung des Subjekts, seine Konstruktionen von Wirklichkeit zu hinterfragen, zu überprüfen, weiterzuentwickeln, zu verwerfen, zu bestätigen etc. daraus resultiert die pädagogische Auflage, eine Vielfalt von Lernwegen zu ermöglichen, wie sie in Formen des offenen Unterrichts, des projektorientierten Unterrichts und des forschenden Lernens umgesetzt wird. Vielfalt bedeutet die Öffnung der Räume." (vgl. Rolf Werning, "Konstruktivismus. Eine Anregung für die Pädagogik?" In: Pädagogik 7-8/98, S. 39 – 41)

Maßstäbe für E-Learning in der Ausbildung

Lernen mit Hilfe neuer Medien wie z.B. mit CBT’s oder über Internet muss diese Leitideen der Berufausbildung beachten. Dem Einsatz von Informations- und Kommunikationssystemen  für Lernprozesse werden in diesem Zusammenhang wichtige Funktionen nachgesagt, und zwar im wesentlichen folgende (vgl. Kerres, Multimediale und telemediale Lernumgebungen, München 1998, S.94 ff.):

·      Wissensrepräsentation durch Darstellung von Informationen

·      Wissensrepräsentation durch Aufbereitung von Informationen

·      Steuerung und Regelung von Lernprozessen durch Medien

·      Werkzeug zur Unterstützung interpersoneller Kommunikation

·      Werkzeug zur Unterstützung der Wissenskonstruktion

·      lernmotivationale Funktion.

Im Rahmen dieser Konzeption waren bisher vor allem die Vorteile des Medieneinsatzes bei der Darstellung und Aufbereitung von Fachwissen unstrittig. Dabei werden in der Mediendidaktik  vier Pluspunkte betont:

·      Realdarstellung erlaubt unmittelbares Erleben;

·      Modelldarstellung erlaubt Experimentalbetrachtung;

·      Bildform schafft Anschaulichkeit für sonst nicht Sichtbares;

·      Symbolform macht abstrakte Zusammenhänge sinnlich erfahrbar.

Diese elementaren Eigenschaften eines didaktisch fundierten Medieneinsatzes bleiben natürlich auch für die Entwicklung von IT-Medien Maßstab. Darüber hinaus bieten aber gerade IT-Medien nicht nur Möglichkeiten zur besser verständlichen und anschaulichen Wissensrepräsentation (vor allem auch durch Bereitstellung viel größerer Stoffmengen als in klassischen AV-Medien), sondern auch bessere Möglichkeiten zur

-                     Interaktion,

-                     Selbstorganisation und

-                     Lerner-Kommunikation.

Damit erlauben sie deutlich mehr Nähe zu beruflichen Arbeitshandlungen, selbstgesteuerten Lernerfahrungen und Gruppenprozessen.

Gerade die Bereitstellung virtueller Lernwelten, wie sie typisch für CBT’s („computer-based Trainings“) und WBT’s („web-based Trainings“)sind, bietet folglich sehr gute Möglichkeiten dafür, den besonderen didaktischen Ansatz der beruflichen Handlungsorientierung gezielt zu unterstützen. Denn wir haben es hier mit einem interaktiven und multimedialen Lernmittel zu tun, in dem nicht einfach nur Texte rezipiert werden können (wie dies z.B. derzeit vielfach von Hochschulen als virtuelles Studium angeboten wird -” das Buch auf dem Bildschirm”), sondern in dem reale Arbeits- und Experimentierhandlungen nach differenzierten Vorgehensweisen vollzogen oder simuliert werden können, in dem kommuniziert wird und in dem auf alles, was man tut, in bestimmter Weise, gewollt oder ungewollt, reagiert wird. Insofern stellt Lernen im Netz keine Restriktion für produktives, handlungsorientiertes berufliches Lernen dar, sondern erweitert sogar die Möglichkeiten dafür z.B. durch mehr Flexibilität, mehr Experimentierspielraum und auch durch Standortunabhängigkeit in der Nutzung. Man kann unterbrechen, man kann andere Tätigkeiten dazwischen schieben, man kann Aufgabenstellungen aus dem Netz irgendwo in der Realsituation ausprobieren oder umsetzen.

Die Möglichkeiten eines selbstgesteuerten, arbeitsplatznahen Lernens sind prinzipiell schon beim Einsatz von CBT’s gegeben. Zwischenzeitlich mehren sich aber Berichte und Fachmeinungen, die Telelernen für überlegen halten und deshalb web-basierte Konzepte von Online-Lernen bevorzugen. Beim Lernen mit einer CD-Rom werden immer wieder folgende Schwachstellen erwähnt (vgl. G.Zimmer in: Telelernen im Betrieb, Bielefeld 1999, S. 37):

·      Aktualisierungen sind umständlicher und dauern länger;

·      Rückmeldungen, wie sie der Lerner aus dem Programm ständig braucht sind zu starr und formal;

·      selbst intelligente tutorielle Konzepte können nicht alle individuellen Lernprobleme antizipieren.

Zwar sind CBT’s längst über das anfängliche simple Drill-and-Practice-Programm (z.B. Ausfüllen von Lückentexten; Ankreuzen von Prüfungsfragen) hinausgewachsen, können aber die monologische Struktur des Lernens letztlich nicht überwinden.

Unter Telelernen versteht man demgegenüber einen Bildungsprozess, der aufgrund von Telekommunikationsverbindungen zustande kommt. Lehrende und Lernende greifen auf Informationsressourcen zu, die völlig standort- und ggf. auch zeitunabhängig zur Verfügung stehen. Sie können (auch ohne Lehrperson) über große Distanzen just-in-time über den Lerninhalt kommunizieren. Dadurch werden auch die Grenzen herkömmlicher Lerngruppen gesprengt, denn die Lernenden lassen sich standortunabhängig zu einer gemeinsamen Lern- oder Projektarbeit zusammenfassen.

In der Verbindung von Offline-Lernen(wie z.B. CBT’s) und Online-Lernen sind Stufenmodelle denkbar, bei denen ein Basiscurriculum auf CD-Rom zur Verfügung steht, für das über Intranet oder Internet Updates und Enrichments bereitgestellt werden (vgl. Ralf Schwarzer in: Telelernen im Betrieb, Bielefeld 1999, S. 12)

Offline- wie Online-Lernen birgt - die erforderliche Grundausstattung vorausgesetzt, die allerdings bei vielen Berufen schon kein technisches, sondern höchstens ein organisatorisches Problem darstellt - durch die Nähe zum Arbeitsplatz spezifische Vorteile gegenüber klassischen Lehrgangsformen durch bessere Verknüpfung mit den Realaufgaben, mehr Flexibilität in der zeitlichen Organisation, schnellere Reaktion auf sich ändernde Anforderungen.

Nach: Telelernen im Betrieb, Bielefeld 1999, S. 48

Diese didaktischen Stärken lassen sich in drei Pluspunkten fassen:

1.         Aktivität, d. h. Lernen nicht als Rezipieren, sondern als aktives sich Aneignen;

2.         Interaktivität, d.h. Lernen ist verbunden mit Kommunikation, Kooperation und         praktischem Tun;

3.         Selbststeuerung, d.h. die Lernenden verfügen über den Lernprozess relativ autonom.

Die eben genannten drei Essentials von Lernen mit IT-Medien verändern die Stellung des Lernenden im Lernprozess von Grund auf und stellt ihn genau so wie den Lehrenden vor völlig neue Anforderungen.

“Der Kern telematischen Lernens ist nicht mehr die didaktische Kompetenz eines Lehrenden, sondern die des Lernenden. Der Lernende bestimmt für sich und fordert von den Lehrenden ab, was er lernen will. Dies impliziert einen radikalen Umbruch in unserer traditionellen Lernkultur.” (G.Zimmer in: Telelernen im Betrieb, Bielefeld 1999, S. 13) Diese didaktische Kompetenz der Lerner in der Nutzung der neuen Medien wird neuerdings auch als Medienkompetenz bezeichnet.  In der Fachöffentlichkeit werden unter Medienkompetenz fünf Dimensionen erörtert:

1.                  Selbstbestimmungs- und Orientierungskompetenz :

“Ich weiß, was ich will.”

2.                  Selektions- und Entscheidungskompetenzen:

“Ich finde das wichtige und richtige heraus.”

3.                  Werkzeugkompetenz:

“Einrichtung und Gebrauch der IT-Lernumgebung sind für mich kein Problem.”

4.                  Strategische Nutzerkompetenz:

“Ich kann die Vor- und Nachteile bestimmter Medien, Produkte und Trends einschätzen.”

5.                  Lern-und Gestaltungskompetenz:

“Ich bin lernfähig im Umgang mit der IT-Welt und nutze ihre Gestaltungsmöglichkeiten kreativ aus.”

Die Schlussfolgerungen für die Gestaltung von anspruchsvollen E-Learning-Konzepten lauten:

·        Die Medienmacher sollten sich mehr mit der Subjektperspektive der Lernenden beschäftigen.

·        Sie sollten die thematische Voreingenommenheit bzw. das thematische Interesses der Lernenden stärker berücksichtigen.

·        Die Medienmacher sollten von einer ganzheitlichen Betrachtungsweise ausgehen, die sich nicht nur auf das Lernen mit Medien konzentriert, sondern auch die Motive für die Mediennutzung mit einbezieht

·        Bei der Arbeit mit neuen Medien sollte eine einseitige Konzentration auf den bloßen Medieneinsatz vermieden werden, sondern die gesamte Lernumgebung berücksichtigt werden.

Vom Ausbilder zum Lernbegleiter und Teletutor

Lernen im Netz kann daher nicht auf Face-to-face-Kontakte, auf persönliche Lernbegleitung und systematische Anleitung sowie auf Auswertung und gemeinsame Reflexion der Ergebnisse von Auszubildenden und Ausbildern verzichten. Da sind sich inzwischen alle Experten einig; das ist innerhalb der E-Learning-Diskussion auf allen Seiten unstrittig. Die Ausbilder/innen haben allerdings in diesem System eine von Grund auf veränderte Position: Sie fungieren nicht als “Unterweiser” und “Alleinunterhalter”, sondern als Begleiter von Lernprozessen, als Coach, als Koordinator und Moderator. Sie verzichten auch darauf, ihre Autorität durch ihren Wissensvorsprung zu gewinnen, ihre “Fachautorität” ist ihre Kompetenz zum Lernmanagement. Würde auf diese soziale Lernbegleitung und auf  die Herstellung sozialer Arbeits- und Lernzusammenhänge verzichtet, dann wird etwas vorausgesetzt, was Auszubildende erst lernen sollen: Eigeninitiative und Selbstregulierung. Jeder Insider weiß, dass solche Schlüsselqualifikationen Ergebnis längerer und gelenkter Erfahrungs- und Lernprozesse sind. Die soziale Kontrolle würde herabgesetzt, das Lernen im Netz würde vielfach nur nach dem Prinzip “trial und error” verlaufen, eine Lernmethode, die im Einzelfall eine gute Übung darstellen kann, aufs Ganze gesehen für eine geordnete Berufsausbildung zu unproduktiv ist, zuwenig Mehrwert bringt.

Vor diesem Hintergrund ist es aus unserer Sicht unerlässlich, Lernangebote im Netz durch Präsenzseminare und andere soziale Kontakte / soziales Feed back zu flankieren und in diesem Zusammenhang auch der Qualifizierung der beteiligten Ausbilder/innen für diese andere, nicht mehr ausbilderzentrierte sondern azubi-zentrierte Didaktik Aufmerksamkeit zu widmen. Dabei ist auch das aus gewerkschaftlicher Sicht ja nichts Neues, seit Jahren werben wir für den Rollenwandel vom Unterweiser zum Moderator; dieser Trend wird durch E-Learning eher noch verstärkt.

Ein Grundschema für berufsfachliche Lernangebote im Netz (siehe nachfolgende Grafik) muss diese Orientierung berücksichtigen und ein offenes Lernarrangement realisieren; „offen“ heißt in diesem Zusammenhang das in der praktischen Anwendung im Betrieb offen ist für selbstorganisiertes und selbstevaluiertes Lernen durch den einzelnen Azubi oder sein Team. Selbstorganisiertes Lernen heißt hier, dass die Lernenden in der Gruppe oder in individuellen Lernphasen entscheiden können, wie sie die Lernsequenz nutzen. Die wesentlichen Bereiche, über die sie mitentscheiden können, sind:

·      Lernaufgaben

·      Lernschritte

·      Verteilung der Einzelaufgaben in der Bearbeitung durch ein Team

·      Kommunikation mit Tutoren

·      Nutzung von Lernwerkzeugen bzw. Arbeitsmitteln

(vgl. auch Stehle; Geschäftsprozessorientierte Ausbildung. In: Schwarzer (Hg.): MultiMedia und Telelearning. Frankfurt /M. 1998, S. 62 f.)

Nach diesem Ansatz sollten die Lernsequenzen individuelle Lernwege ihrer Abarbeitung zulassen. Im Prinzip kann sie jeder Nutzer nach Breite und Tiefe unterschiedlich ausschöpfen, wobei er auf Teletutoren und seinen Ausbilder zurückgreifen kann, um sich über seine Vorgehensweise zu beraten. Im Zweifelsfalle wird sein Ausbilder ihm aber auch klare Vorgaben machen müssen, wenn gewünschte Lernergebnisse in der vereinbarten Zeit nicht erzielt werden.

 Der Azubi hat im vorstehenden Bild folgenden Lernweg beschritten:

1.                  Er hat sich zunächst mal über die Lerneinheit informieren und sich einen Überblick verschaffen wollen und deshalb in die Intro geschaut.

2.                  Nicht klar geworden ist ihm, wozu das Thema in seiner Ausbildung denn wichtig sein soll und wie er genau vorgehen soll. Er mailt den Teletutor an und will Auskünfte. Der Ausbilder, der diese Einheit betreut, antwortet ihm, gibt Erläuterungen und schlägt vor, doch mal eine praktische Aufgabe zu erarbeiten, dann würde der Azubi bestimmt merken, wie wichtig das Thema in der Praxis sei.

3.                  Daraufhin ruft der Azubi am nächsten Tag das Lern- und Arbeitspaket 2 auf und schaut sich die praktischen Aufgaben an. Er bearbeitet eine Aufgabe und bemerkt dabei Wissenslücken, was ihn veranlasst,

4.                  den Teil mit den fachlichen Grundinformationen aufzurufen und sich in einen dazugehörigen Fachtext einzulesen.

5.                  Er merkt, dass die gewählte Aufgabe zwar sehr interessant, aber doch noch etwas zu schwer ist und entscheidet sich nun in das Lern- und Arbeitspaket 1 einzusteigen. Hier beginnt er, die Aufgaben erfolgreich zu bearbeiten, greift zwischendurch

6.                  bei Bedarf auf den Wissensspeicher, um Fachbegriffe nachzuschlagen und so die Lösung abzusichern.

7.                  Er erfährt von anderen Azubis, das das Paket n besonders viel Spaß macht und lässt deshalb Paket 2 aus und beginnt mit der Bearbeitung des Pakets n.

8.                  Inzwischen hat der Tutor ein Treffen für die beteiligten Azubis angesetzt, bei dem

9.                  die bisherigen Erfahrungen mit der Lernsequenz und die erreichten Lernergebnisse ausgewertet werden.

10.              Dabei zeigt sich, dass unser Azubi doch noch mal in den Baustein „Grundlagen“ einsteigen sollte, um die Lernziele dieser Sequenz besser zu verstehen und erfüllen zu können.

11.              Abschließend erfolgt eine Gesamtauswertung mit dem Fachausbilder.

Kerres  bezeichnet dieses Konzept als exploratives Lernen, das er für besonders erfolgreich hält, weil es mit dem informellen Lernverhalten vieler Lerner zusammenfällt. Seiner Meinung nach vollzieht sich die Auseinandersetzung mit einem Lerngegenstand normaler Weise nicht als linearer Zuwachs von Kenntnissen, wie es in sequentiellen Modellen des Lehrens angenommen wird. Selbst wenn sich ein Lerner einen Plan für seine Aktivitäten zurecht gelegt hat, wird er typischer Weise zwischen verschiedenen Teilanforderungen hin- und herspringen. Diesem Modell eines spiralförmigen Lernweges kommt Telelernen besonders gut entgegen (vgl. Kerres, Multimediale und telemediale Lernumgebungen, München 1998, S. 229 f.).

Zum Schluss: Checklisten zur Bewertung von netzbasierten Lerneinheiten

Abschließend ein Praxis-Leitfaden für die Bewertung und Entscheidung über Einsatz und Gestaltung von CBT- oder WBT- Modulen in der betrieblichen Ausbildung. Zugrunde liegt der “Leitfaden für Telelernen im Betrieb” von Reglin, Schmidt und Trautmann (in: Telelernen im Betrieb, Bielefeld 1999, S. 21 ff.).

Nach Auffassung der Autoren sind damit auch die Themen gesetzt für ein Telelern-Projektmanagement und für eine entsprechende Ausbilderqualifizierung.

Die nachfolgenden Checklisten sind als offene Entscheidungslisten formuliert. Die freien Stellen in der Entscheidungsleiste sind für eigene / betriebsspezifische Kriterien gedacht. Die Schemata eignen sich auch als Diskussionsleitfaden für Ausbilderbesprechungen, Projektgruppen, JAV-Sitzungen usw..